Das Lebensmittel-Angebot im Internet ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Fast jede größere Supermarktkette bietet mittlerweile den Versand ihrer Waren bis vor die Haustür an. Auch Anbieter von biologisch angebauten Nahrungsmitteln oder Nischenprodukten haben das Internet für sich entdeckt und beliefern ihre Kunden per Post. Online Lebensmittel einkaufen hat viele Vorteile: So entfällt beispielsweise das Schleppen der schweren Einkaufstüten nach Hause – diese Arbeit übernimmt der Paketbote. Zudem kann man bequem bei verschiedenen Anbietern bestellen, ohne zusätzliche Wege in Kauf nehmen zu müssen – und das 24 Stunden am Tag. Oft gibt es die Möglichkeit der Lieferung von Ersatzprodukten, falls die gewünschte Ware nicht vorrätig sein sollte. Der Einkauf im Internet kann sich demnach sehr viel komfortabler gestalten als der Gang zum Supermarkt.
Doch es gibt auch Nachteile. Die im Internet angebotenen Lebensmittel sind häufig teurer als diejenigen, die direkt im Laden gekauft werden können. Selbst wenn das nicht der Fall ist, kommen regelmäßig Porto- und Verpackungskosten zum Warenpreis hinzu. Bestellt man bei verschiedenen Anbietern, können sich diese Versandkosten schnell auf erhebliche Gesamtbeträge summieren. Zudem sind die Paketlaufzeiten nur schwer einzuschätzen. Wer kurzfristig Lebensmittel benötigt, wird um den Besuch eines Supermarktes nicht herumkommen, da die bestellte Ware durchaus einige Tage auf sich warten lassen kann. Allerdings bieten viele Versender einen Express-Service an, der die Lieferung innerhalb eines kurzen Zeitraums garantiert. Hier fallen jedoch wieder Zusatzkosten an. Dem umweltbewussten Verbraucher könnten zudem die Verpackungen ein Dorn im Auge sein. Die Pakete der verschiedenen Warenhäuser sorgen für jede Menge Abfall – nicht nur der Karton, auch Kühlpads oder Material zur Polsterung der Waren muss nach der Lieferung entsorgt werden.
Immens wichtig ist die Frische der Lebensmittel, die auf dem Transportweg beeinträchtigt werden kann, wenn der Versender bei der Verpackung nachlässig ist. Vor allem leicht verderbliche Waren wie Fisch- und Fleischerzeugnisse oder Milchprodukte stellen hohe Anforderungen an die Lieferunternehmen. So darf bei einigen Waren die Kühlkette keinesfalls unterbrochen werden, um eine fortgesetzte Haltbarkeit zu garantieren. Hier kommen spezielle Kühlboxen zum Einsatz, die eine optimale Temperatur gewährleisten. Angenommene Ware muss vom Kunden umgehend in den Kühl- oder Gefrierschrank gelegt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die gelieferten Produkte nach Erhalt abwiegen, wenn es sich nicht um abgepackte Fertigprodukte handelt. Kommt es hier zu Abweichungen, kann man neben der Reklamation beim nächsten Mal auf einen anderen Anbieter ausweichen, der zuverlässiger liefert. Bei einer falschen Bestellung durch den Kunden ist zu beachten, dass Lebensmittel nicht unter das Fernabsatzgesetz fallen – trotz der Bestellung im Internet gibt es hier keine zweiwöchige Rückgabemöglichkeit. Es ist also ratsam, am Ende des Bestellvorgangs den virtuellen Warenkorb noch einmal gründlich zu überprüfen.
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